TRANSENS lädt ein:

Öffentliche Konferenz am 13.-14.09.2024 im Leibnizhaus Hannover

 

Ein Ding der Unmöglichkeit? - Transdisziplinäre anwendungsorientierte Grundlagenforschung zur nuklearen Entsorgung.

Die sichere Entsorgung radioaktiver Abfälle ist eine wissenschaftlich anspruchsvolle Aufgabe, die aber gleichzeitig von Diskursen und Konflikten in der Gesellschaft geprägt ist.

In TRANSENS wird seit 2019 transdisziplinär zur Entsorgung hoch radioaktiver Abfälle geforscht: Die interessierte Öffentlichkeit und andere Akteure werden in die „transdisziplinäre anwendungsorientierte Grundlagenforschung“ eingebunden.

Wir freuen uns auf Sie, Ihre Ideen und Fragen. Im Mittelpunkt der Konferenz am 13. und 14. September 2024 stehen sowohl die Begegnungen zwischen unserem Projekt und der interessierten Fachcommunity als auch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Hierfür wird es ein nahbares, interaktives Programm geben, dass im Messeformat unsere Ansätze und Ergebnisse greifbar macht.

 

Was erwartet mich wann?

In einer Mischung aus Vorträgen, Workshops und Ständen mit vielen Möglichkeiten zum aktiven Erleben werden TRANSENS-Ergebnisse in unterschiedlicher Detailtiefe aufbereitet. Sie selbst können dabei entscheiden, welche Formate und Detailgrade Sie besonders ansprechen und so ihr Erlebnis selbst gestalten. Dabei ist die Begegnung mit unseren Wissenschaftler:innen, aber auch den Begleitgruppen zentraler Bestandteil des Konzepts.

Die beiden Tage der Abschlusskonferenz stehen dabei unter unterschiedlichen Schwerpunkten:

  • Der 13.09.2024 – Freitag – ist insbesondere dem wissenschaftlichen Austausch zu den Ergebnissen aus fünf Jahren TRANSENS-Forschung gewidmet („Wissenschaftstag“).
  • Der 14.09.2024 – Samstag – wiederum steht primär im Zeichen des Austausches zwischen Wissenschaft und Gesellschaft („Bürger:innentag“).

 

Welche Themen werden vorgestellt?

Am Wissenschaftstag der Konferenz werden – wie auch im gesamten Projekt mit seinen 16 Partnerinstitutionen und weiteren transdisziplinären Partner:innen – mehrere zentrale Themen der nuklearen Entsorgung im Mittelpunkt stehen:

So wird etwa der Themenkorridor von Vertrauen im Kontext von Technik, Unsicherheiten und Komplexität mit mehreren Vorträgen beleuchtet: Über die Rekrutierung der Arbeitsgruppe Bevölkerung (AGBe) und die Arbeit mit derselben, die im Rahmen von TRASNENS eingerichtete Bürgermessstelle, verschiedene Perspektiven auf die Rückholung radioaktiver Abfälle und Workshopergebnisse zum Thema Monitoring. Darüber hinaus sind in der parallel stattfindenden Ausstellung mehrere Marktstände geplant, an denen Interessierte mit Mitgliedern aus TRANSENS und unseren Begleitgruppen in Kontakt treten oder „auf Tuchfühlung“ mit Messinstrumenten und Exponaten gehen können (z.B. „Radioaktivität selbst messen“).

Zudem berichten wir über die Handlungsfähigkeit und Flexibilität in einem reversiblen und lernenden Verfahren. Dabei wird auch die Bedeutung von Ungewissheiten und unterschiedlichen Endlagerpfaden mitgedacht. Vorträge zum Verfahren aus soziotechnischer Perspektive, zum Ansatz einer raumsensiblen Governance der Entsorgung sowie zur Zwischenlagerung als inhärentem Bestandteil des Entsorgungspfades vertiefen diese Aspekte.

Rund um den Safety Casewerden verschiedene Stakeholder-Perspektiven und Transdisziplinarität miteinander verknüpft. TRANSENS berichtet hier sowohl über primär technische wie primär soziotechnische Prozesse, darunter die Dosismodellierung und den Einfluss des „menschlichen Faktors“. Die im Forschungsprozess und diversen Workshopformaten gewonnenen Erkenntnisse zu Features, Events and Processes (FEPs), Indikatoren, Ungewissheiten oder auch Überlegungen zum digitalen Safety Case können anhand der Vorträge und Poster diskutiert werden.

Dialoge und Prozessgestaltung  in der nuklearen Entsorgung werden auch interaktiv mit einem in TRANSENS erarbeiteten Rollenspiel zu individuellen Kompensationsansprüchen und eine mit VR-Brille erlebbare Perspektive begreifbar. Bei der Konferenz berichten wir über webGIS als Beispiel für Co-Produktion, über die Gestaltung von Wissensintegration und neue Formate, die sich wandelnde Rolle der Begleitgruppe DBG von „Laien“ zu Wissensträger:innen und Vermittler:innen und auch über Ergebnisse/Verfahrensweisen von Bürgergesprächen (Brokdorf, Greifswald, Heilbronn).

Insgesamt wird an mehreren Stellen über die vielfältigen praktischen Erfahrungen in TRANSENS mit dem transdisziplinären Ansatz berichtet. Unsere Erkenntnisse rund um die Zusammenarbeit mit unseren ständigen Begleitgruppen und anderen Projektpartnern, Erfolge und auch beobachtete Asymmetrien werden dabei gemeinsam reflektiert und zur Diskussion gestellt.

 

Wir freuen uns auf Sie und Ihren Beitrag zur gemeinsamen Diskussion!

 

TRANSENS ist ein vom Bundesministerium Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz und im Niedersächsischen Vorab der Volkswagenstiftung durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördertes Verbundvorhaben, das von der TU Clausthal koordiniert wird.